Sonniges deutsch-tschechisches Feriencamp mit Geschichtsunterricht

Klaus Fielder
11.07.2018 22:29
Kategorie: AG Euroregion

v.r. Klaus Leroff, Klaus Fiedler, Sybille Ott, Miroslav Grajcar in Stara Oleska © Alle Fotos: SPD-AG

Pirna/Stara Oleska. Petrus bescherte den Kindern des „deutsch-tschechischen integrativen Feriencamps“ im nordböhmischen Stara Oleska (Alt Ohlisch) eine sonnige Ferienwoche. Zum ersten Mal nahmen 10 Kinder und zwei Betreuer von der Naturfreundejugend Sachsen teil.

Sybille Ott von den Naturfreunden postet: „Wir sind gerade mal einen Tag im Feriencamp und schon kommt es uns vor, als würden wir uns schon „ewig“ kennen. Die Kinder unterhalten sich mit Händen und Füßen, oder stellen fest, dass Englischunterricht doch nicht so verkehrt ist.“

Das Motto des Ferienlagers 2018 war „Indianer Sommer“. Am 1. Juli wurden Kostüme gebastelt und Tänze einstudiert. Die Belegung war höher als geplant. Mit den Betreuern kamen 54 Personen auf die Kostenliste. Mit großem Einsatz hatte die SPD-AG Euroregion Elbe-Labe und die Naturfreunde Sachsen für dieses Kinderferienlager um Spenden geworben. Der SPD-AG Koordinator Klaus Fiedler, der rührige Trommler in Sachen Spenden, dankt allen Einzelspendern, der Ostsächsischen Sparkasse und dem deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, die das Feriencamp finanziell unterstützt haben.

Das Programm war sehr abwechslungsreich vom Ausrichter, dem Roma Verein Indigo Decin unter Leitung von Miroslav Grajcar und seinem Team, konzipiert. Baden, gemischte Sportmannschaften für Fußball und Handball, ein Maskenumzug mit selbstgebastelten Masken, Sängerwettstreit, Schatzsuche in der Natur und mehr.

Ein besonderer Tag war der 3. Juli. An diesem Tag besuchten die rührigen Helfer Klaus Leroff und Klaus Fiedler das Ferienlager. Gemeinsam mit den Kindern erfolgte nachmittags eine Exkursion zum Museum des ehemaligen Konzentrationslagers der unterirdischen Flugzeugfabrik Rabstejn im Tal der Kamnitz. Etwa 6.000 Beschäftigte mussten hier unter unmenschlichen Bedingungen Flugzeugteile herstellen. In einem der Stollen ist ein Kreuz zu sehen, das mit den Namen der 18 Nationen beschriftet wurde, die hier arbeiten mussten und viele haben das Ende des Krieges nicht überlebt.

Es waren erlebnisreiche Tage für die Kinder. Der Dank gilt allen Betreuern, besonders Ladislav Grajcar dem Dolmetscher, der wohl noch nie so viel in einer Ferienwoche von der tschechischen Sprache in die deutsche und retour zu übersetzen hatte.